Kenia - Äthiopien 2006

Diani Beach 23.4.2006
Das Zollbüro in Mombasa ist am Wochenende geschlossen.
Zeit um ein paar Tage am Indischen Ozean zu genießen.
Das Wasser hat 26 Grad, der Strand ist strahlend weiß und der Octopus kommt frisch gefangen auf den Teller.

Nairobi 27.4.2006
On the Road again.

Starker Regen an der Küste machen die ersten 100 km zu keinem Vergnügen. LKW Verkehr, der Asphalt extrem rutschig dazu der auf nasser Straße fast unfahrbare Michelin Dessert als Hinterreifen. Aber die restlichen 400 km sind bester, nagelneuer STRABAG Asphalt.

Baragoi 29.4.2006
Reifenschaden!! Habe mit Sicherheit den einzigen Nagel im Umkreis von 300 Kilometern erwischt. Der 10 cm lange Eisennagel hat den hinteren Schlauch völlig zerstört. Da muss nun der Reserveschlauch rein und das bereits am Anfang der 600 km langen, einsamen Strecke nach Omorate in Äthiopien, das fängt ja gut an.

Turkana See 1.5.2006
40 Grad im Schatten und kein kühles Bier zu habe. Wie man hier leben kann ist mir völlig schleierhaft. Das Volk der Turkana hat sich aber perfekt an die extremen Bedingungen angepasst. Es gibt zwar keinen Benzin, dafür kann man sich aber eine Dose Red Bull kaufen.

Omorate 4.5.2006
Habe nicht gedacht, dass ich mich einmal über den säuerlichen Geschmack einer Injera so freuen werden. Bin nun Gott sein Dank in Äthiopien angekommen. Die letzten 600 Kilometer gehören zu den absolut schwierigsten, die ich je gefahren bin. Starker Regen vor 2 Wochen hat die Piste extrem schwierig gemacht. Lose Steine, ausgefahrene Sandspuren, weit über 40 Grad Hitze und dazu ein mit Benzin und Wasserreserven voll beladenen KTM. Das war wahrlich kein Spaß.

Addis Abeba 10.5.2006
Die kurze Besatzungszeit der Italiener in Äthiopien (1935-1941), hat auch ihre guten Auswirkungen. Der Cafe Machiato im Crocodile Cafe schmeckt fast so gut wie im Bazar in Salzburg. Renate ist am Montag gut gelandet.

Harar 12.5.2006
Hyänen sind ja nicht gerade die nettesten Tiere. Der Hyänenmann von Harar ruft sie trotzdem jeden Abend zur Fütterung. Er nennt sie sogar beim Namen und sie fressen im wahrsten Sinn des Wortes aus der Hand.

Bale Mountains 15.5.2006
Mit dem Tullu Demtu, im Bale Mountains National Park, den höchsten anfahrbaren Punkt in Afrika, mit 4394 Metern erreicht. Die eisig kalte dünne Luft macht mir eindeutig mehr zu schaffen als der 950er Adventure

Addis Abeba 23.5.2006
Flavio ist stolzer Besitzer einer KTM 950 Adventure, und damit der schnellste Motorradfahrer zwischen Kairo und Nairobi. Er ist aber auch der Chef von Africa Riding Adventures Tours in Addis Abeba und bietet Reisen auf KTM 640 Enduros durch Äthiopien an. Am Donnerstag kommen 5 Freunde aus der Heimat, und gemeinsam mit Flavio geht es in den Norden des Landes.
Infos unter www.africaridingadventures.com

Simien Mountains 29.5.2006
Die Landschaft am Chenek Camp auf 3.700 Meter ist einzigartig. Ebenso wie das Gewitter um Mitternacht, das wir im Zelt hautnah miterlebten. Auf steinigen Pisten geht es nun weiter nach Tigray an die Grenze zu Eritrea.

Mekele 3.6.2006
Die Danakil Wüste, 120 Meter unter dem Meeresspiegel und damit der tiefste Punkt Afrikas, 47 Grad im Schatten. Eine Herausforderung für Mensch und Material. Wir sind alle froh, nach 3 Tagen in dieser extremen Hitze wieder im kühlen Hochland angekommen zu sein.

09.06.2006 Addis Abeba
9000 Kilometer, und 88.000 Höhenmeter liegen hinter mir. Die 950 Adventure ist bereits in eine Kiste verpackt und auf dem Weg in die Heimat.
Das Abenteuer Kenia-Äthiopien ist zu Ende.